Die geoelektrische Erkundung nach DIN 18127 liefert in Iserlohn entscheidende Basiswerte bevor der erste Bagger anrückt. Das Stadtgebiet mit seinen rund 93.000 Einwohnern erstreckt sich über devonische Massenkalkzüge und oberkarbonische Schiefertone – eine Untergrundkonstellation, die klassische Ramm- oder Drucksondierungen ohne Vorinformation schnell an ihre Grenzen bringt. Die vertikale elektrische Sondierung (VES) bildet hier die Vorstufe jeder wirtschaftlichen Baugrunderkundung, denn sie deckt Hohlräume, Verwitterungszonen und die Tiefenlage des tragfähigen Felsens zerstörungsfrei auf. In unserer Praxis kombinieren wir die VES-Daten häufig mit Ergebnissen aus der Korngrößenanalyse, um die elektrisch detektierten Schichtgrenzen bodenphysikalisch zu eichen. Das Ingenieurteam greift dabei auf langjährige Erfahrung im Sauerländer Baugrund zurück und richtet jede Messkampagne präzise auf die lokale Geologie aus – vom Letmather Kalkzug bis zu den Honseler Schichten im Norden der Stadt.
Im Iserlohner Massenkalk liefern VES-Sondierungen oft den ersten Hinweis auf verborgene Dolinen und Subrosionssenken, die mit direkten Aufschlüssen allein kaum zu orten sind.



