Der Totalstation-Tachymeter steht auf dem Stativ, der Laser misst im 15-Minuten-Takt auf den 360°-Prismenkopf. So beginnt die geotechnische Baugrubenüberwachung auf unseren Iserlohner Baustellen. Wir setzen digitale Ketteninklinometer in die Bohrlochverrohrung ein, dazu Vibrationsdraht-Piezometer, die den Porenwasserdruck hinter der Spundwand in Echtzeit liefern. Iserlohn liegt auf 250 Metern Höhe, der Massenkalk des Oberdevon steht oft nur zwei Meter unter der Grasnarbe an. Diese Randbedingungen verlangen eine Messkette, die Verformungen im Zehntelmillimeterbereich erfasst – und das bei jedem Wetter, das der Nordsauerländer Oberstadt so mitbringt. Kombiniert mit einem CPT-Versuch zur Vorsondierung der Auffüllungshorizonte entsteht ein Überwachungskonzept, das keine Überraschung zulässt.
4 Millimeter Setzung im Kalk bedeuten nicht dasselbe wie 4 Millimeter in der Auffüllung – der geologische Kontext entscheidet über den Alarm.



