Der Ausbau der Verkehrswege im märkischen Sauerland war stets von den geologischen Gegebenheiten geprägt. In Iserlohn, wo devonische Massenkalke und Tonsteine den Untergrund bilden, treffen wir auf eine bewegte Topographie, die der Stadt mit ihren 93.000 Einwohnern ein charakteristisches Profil verleiht. Bei der Planung von Industrieflächen, Logistikzentren oder kommunalen Erschließungsstraßen rückt die Bemessung starrer Fahrbahnen in den Vordergrund. Anders als flexible Asphaltaufbauten verteilen Betondecken die Verkehrslasten über eine große Fläche und sind besonders widerstandsfähig gegen Spurrinnen. Entscheidend ist jedoch die Bettung: Ein unzureichend verdichteter oder quellfähiger Untergrund führt zu Hohllagen und Plattenkantenpressungen. In unserer täglichen Praxis kombinieren wir die rechnerische Dimensionierung mit einer detaillierten Baugrunderkundung, oft ergänzt durch den Plattendruckversuch zur Bestimmung des Verformungsmoduls Ev2 auf der Planumsebene, um die geforderten Tragfähigkeitskennwerte nach RStO 12 nachzuweisen.
Die Lebensdauer einer starren Fahrbahn in Iserlohn entscheidet sich nicht im Beton, sondern in den ersten 50 Zentimetern unter der Sauberkeitsschicht – dort beginnt die eigentliche Tragwirkung.



