Der Iserlohner Untergrund ist geologisch vom Massenkalk des Sauerlandes geprägt – stark verkarstet, mit unberechenbaren Wasserwegsamkeiten. Wer hier eine Gründung oder einen Tiefbau plant, steht schnell vor der Frage, ob die Baugrube hält oder ob Wasserzutritte den Aushub unkalkulierbar machen. Ein CPT-Versuch liefert zwar den Spitzendruck, aber erst der Felddurchlässigkeitsversuch nach Lefranc oder Lugeon klärt, wie das Kluftsystem hydraulisch reagiert. In Iserlohn haben wir oft Fälle, wo der Lugeon-Wert im verkarsteten Fels innerhalb weniger Meter um den Faktor 20 schwankt – da hilft nur Messen vor Ort, nicht Schätzen vom Schreibtisch aus.
Ein Lugeon-Wert von unter 1 Lu bedeutet nicht automatisch dicht – in Iserlohns Karsthohlräumen kann der nächste Meter alles ändern.



