Die Geologie Iserlohns ist geprägt vom Massenkalk des Rheinischen Schiefergebirges und den eingelagerten Bänderschiefern des Oberen Mitteldevons. Diese Untergründe sind oft von Karsthohlräumen, Dolinen und tiefgründig verwitterten Zonen durchzogen. Eine Baugrunderkundung ohne Kernbohrung ist hier fahrlässig, aber erst der SPT (Standard Penetration Test) liefert die quantitativen Schlagzahlen, die eine wirtschaftliche Bemessung des Fundaments erlauben. Wir führen den Versuch nach DIN EN ISO 22476-3 durch und korrelieren die N-Werte mit unserer langjährigen Erfahrung aus Projekten im gesamten Stadtgebiet, von Letmathe bis Oestrich. Ergänzend zur Sondierung bewährt sich die Bohrlochstützung beim Aushub, wenn in den steilen Hanglagen gegründet wird und der Baugrubenverbund gesichert bleiben muss.
Die N-Werte aus dem SPT sind nur dann belastbar, wenn die Rammenergie konstant bleibt. In Iserlohns verkarstetem Kalk müssen sie zudem mit dem Kernbefund abgeglichen werden.



