In Iserlohn sehen wir bei Baugrunduntersuchungen immer wieder dasselbe Bild: Die oberflächennahen Verwitterungsdecken des Massenkalks und die tonig-schluffigen Einschaltungen der Honseler Schichten täuschen oft eine Tragfähigkeit vor, die in zwei, drei Metern Tiefe abrupt nachlässt. Wer ohne Bemessung der Rütteldruckverdichtung verdichtet, riskiert Setzungsmulden genau dort, wo später die Bodenplatte am stärksten belastet wird. Unser Team hat im Gewerbegebiet Sümmern und am Rande des Lennetals Dutzende von Rütteldruckverdichtungen geotechnisch begleitet und dabei gelernt, dass die lokale Geologie mit ihren Karsthohlräumen und wechselhaften Verwitterungsgraden eine maßgeschneiderte Verdichtungsbemessung verlangt. Für schwierige Untergründe kombinieren wir die Planung der Rütteldruckverdichtung oft mit der Korngrößenanalyse aus gestörten Proben, um den Feinkornanteil exakt zu bestimmen – ein Parameter, der über Erfolg oder Misserfolg der Tiefenverdichtung entscheidet.
Eine saubere Bemessung der Rütteldruckverdichtung reduziert die Streuung der Lagerungsdichte im Baufeld um bis zu 40 Prozent gegenüber empirischen Ansätzen.



