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Schürfgrube (Sondierbohrung) in Iserlohn – Aufschluss in der Waldstadt

Technische Studien, die Ihr Projekt stützen.

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Iserlohns Baugrund erzählt Geschichten aus dem Devon – und wer sie überliest, riskiert teure Überraschungen. Die Stadt wuchs auf einem Untergrund aus Massenkalk und Tonschiefer, durchzogen von Karsthohlräumen, die schon manches Bauvorhaben ins Stocken brachten. Eine Schürfgrube, oft ergänzt durch eine Sondierbohrung, liefert hier mehr als ein Bodenprofil: Sie macht sichtbar, was Bohrkerne allein nicht zeigen – Schichtfugen, Wasserzutritte und die wahre Konsistenz des Felszersatzes. Unser Labor in der Region ist nach DIN EN ISO 17892 akkreditiert und bringt die Erfahrung aus Dutzenden Hangprojekten im märkischen Sauerland mit, sodass Sie bei jedem Aushub auf der sicheren Seite stehen.

Eine Schürfgrube in Iserlohns Karstkalk zeigt in 30 Minuten, was 20 Bohrkerne übersehen – die offene Kluft, die den Baugrund verändert.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Auf 250 Metern über Normalnull, wo Iserlohns Bebauung in die Hänge des Lennetals ausgreift, entscheiden oft Zentimeter über die Standsicherheit. Der anstehende Honseler Schiefer verwittert zu einem tonig-schluffigen Lehm, der bei Wasserzutritt rasch an Konsistenz verliert – ein klassischer Fall für den direkten Aufschluss per Schürfgrube. Dabei wird eine Grube von üblicherweise 1,20 m bis 2,50 m Tiefe angelegt, abgestützt nach DIN 4124, und der freigelegte Boden von unserem Ingenieurgeologen Schicht für Schicht kartiert. Entnommene Proben wandern ins Labor für die Korngrößenanalyse und die Bestimmung der Atterberg-Grenzen, bevor die Verfüllung lagenweise verdichtet wird. So entsteht ein Befund, der nicht nur die Tragfähigkeit klärt, sondern auch die Wahl des richtigen Gründungstyps für Ihr Bauvorhaben absichert.
Schürfgrube (Sondierbohrung) in Iserlohn – Aufschluss in der Waldstadt
Technische Referenz — Iserlohn

Lokale Besonderheiten

Der häufigste Fehler im Sauerland ist das Vertrauen auf alte Baugrundgutachten, die den Karsteinfluss unterschätzen. Wer in Iserlohn ohne aktuelle Schürfgrube gründet, verwechselt oft einen verlehmten Kluftbereich mit tragfähigem Fels – mit der Folge, dass Setzungsrisse binnen weniger Jahre durch die Fassade wandern. Noch gravierender wird es, wenn eine Baugrube im Hang angeschnitten wird und unerkannte Schichtfugen als Gleitbahnen wirken; die Sanierung solcher Böschungsanbrüche kostet ein Vielfaches des Aufschlusses. Mit einer fachgerecht angelegten und dokumentierten Schürfgrube vermeiden Sie diese Kettenreaktion, weil Sie vor dem ersten Spatenstich wissen, wie der Untergrund reagiert – und nicht erst dann, wenn er es tut.

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Normativer Rahmen

DIN EN 1997-2:2010 (Eurocode 7 – Erkundung und Untersuchung des Baugrunds), DIN 4020:2010 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke), DIN 4124:2012 (Baugruben und Gräben – Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten), DIN EN ISO 22475-1:2006 (Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Probenentnahme)

Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
Maximale Aufschlusstiefe2,50 m (Standard); tiefer mit Verbau nach DIN 4124
Baugrund in Iserlohn (typisch)Massenkalk, Honseler Schiefer, Verwitterungslehm, quartäre Talfüllung
ProbennahmeGestört (Eimer) und ungestört (Ausstechzylinder 100 mm, Kat. A nach DIN EN ISO 22475-1)
KartierungsumfangSchichtgrenzen, Kluftstellung, Wasserzutritte, organische Beimengungen
Normative GrundlageDIN EN 1997-2 (Eurocode 7), DIN 4020, ergänzend DIN 4124 für Böschungen/Verbau
DokumentationFotodokumentation, Schichtenverzeichnis nach DIN EN ISO 14688, Laborbericht
EinsatzgrenzeBis Grundwasseranschnitt; bei tieferem GW kombinierbar mit CPT-Versuch

Häufige Fragen

Welche Genehmigung brauche ich für eine Schürfgrube in Iserlohn?

In der Regel ist keine gesonderte Baugenehmigung erforderlich, solange Sie die Vorgaben der DIN 4124 zur Böschungsneigung und zum Verbau einhalten. Bei Eingriffen ins Grundwasser oder in Wasserschutzgebieten – die es im Lennetal gibt – muss die Untere Wasserbehörde des Märkischen Kreises informiert werden. Wir klären den Genehmigungsrahmen vorab für Sie und stimmen uns mit den Behörden ab.

Wie tief kann eine Schürfgrube in Iserlohns Untergrund angelegt werden?

Standardmäßig gehen wir bis 2,50 m ohne Verbau; mit einem Grabenverbau nach DIN 4124 sind auch 4 m möglich. Die Grenze setzt meist der Grundwasseranschnitt, der in Iserlohn je nach Höhenlage zwischen 1,80 m und 5 m unter Gelände schwankt. Liegt das GW höher, kombinieren wir die Schürfgrube mit einer Kleinbohrung, um die tieferen Schichten zu erreichen.

Was kostet eine Schürfgrube in Iserlohn?

Eine maschinell angelegte Schürfgrube mit geotechnischer Kartierung, Probennahme und Dokumentation liegt in Iserlohn zwischen 480 und 690 Euro, abhängig von der Tiefe und der Zugänglichkeit des Geländes. Handschürfe in beengten Hanglagen bewegen sich am oberen Ende des Rahmens.

Wie lange dauert die Ausführung einer Schürfgrube?

Der reine Aushub und die geologische Aufnahme dauern etwa zwei bis drei Stunden. Mit Vorbereitung, Vermessung, Probensicherung und fachgerechter Verfüllung sollten Sie einen halben Tag einplanen. Die Laborergebnisse zur Kornverteilung und den Atterberg-Grenzen liegen je nach Auslastung nach fünf bis sieben Werktagen vor.

Welche Bodenproben werden aus der Schürfgrube entnommen?

Wir entnehmen gestörte Proben für Klassifikationsversuche und ungestörte Proben in Ausstechzylindern (100 mm Durchmesser), wenn die Konsistenz es zulässt. Im Labor werden dann die Korngrößenanalyse und die Bestimmung der Zustandsgrenzen durchgeführt, um die Bodengruppe nach DIN 18196 festzulegen und den Bemessungswert für die Gründung abzuleiten.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Iserlohn und Umgebung.

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