Die Topografie Iserlohns mit seinen Höhenlagen über 400 m und die Lage am Rand des Rheinischen Schiefergebirges stellen besondere Anforderungen an die Erdbebenisolationsbemessung. In einer Stadt mit über 90 000 Einwohnern, verteilt auf Täler und Hänge, reagiert jeder Untergrund anders auf seismische Lasten. Die wechselhafte Geologie aus Massenkalk, Tonstein und quartären Lockersedimenten in der Innenstadt erzwingt eine standortspezifische Auslegung der Isolatoren. Wir kombinieren die Ergebnisse aus der seismischen Mikrozonierung mit den Kennwerten der Baugrunduntersuchung, um für jedes Bauwerk in Iserlohn das passende Isolationssystem zu dimensionieren – sei es ein Krankenhaus, ein Parkhaus am Seilersee oder ein Wohnkomplex in Letmathe. Die Norm DIN EN 1998-1 gibt den Rahmen vor; die lokale Geologie bestimmt die konkrete Ausführung.
Ein richtig bemessenes Isolationssystem senkt die Stockwerksbeschleunigung in Iserlohn um 60 bis 80 Prozent gegenüber einer konventionellen Gründung.



