Der Wiederaufbau nach dem Krieg und das Wachstum Iserlohns entlang der Ruhr- und Lenneterrassen haben ein geotechnisches Erbe hinterlassen, das man bei jedem neuen Bauvorhaben spürt. Die alten Verteilerkreise, die Hangbebauung in Letmathe und die ehemaligen Gewerbestandorte am Stadtbahnhof – überall trifft man auf Verfüllungen, verwitterte Schiefer und Lösslehmschichten, deren Tragfähigkeit ohne eine präzise Korngrößenanalyse nicht seriös beurteilt werden kann. In Iserlohn arbeiten wir mit einem Verfahren, das die Trockensiebung und die Aräometermethode kombiniert, um das gesamte Kornspektrum vom Grobkies bis zur Tonfraktion zu erfassen. Die Ergebnisse liefern die unverzichtbare Grundlage für die Frostempfindlichkeitsklassifikation nach ZTV E-StB und die Baugrundbeschreibung nach DIN 4022.
Die Kornverteilungskurve ist der Fingerabdruck des Bodens. Sie verrät uns, wie er sich bei Wasserzutritt verhält und ob wir ihn verdichten können.



