GEOTECHNIK
ISERLOHN
StartseiteLaborKorngrößenanalyse (Siebung + Hydrometer)

Korngrößenanalyse in Iserlohn: Siebung und Hydrometer nach DIN

Technische Studien, die Ihr Projekt stützen.

MEHR ERFAHREN

Der Wiederaufbau nach dem Krieg und das Wachstum Iserlohns entlang der Ruhr- und Lenneterrassen haben ein geotechnisches Erbe hinterlassen, das man bei jedem neuen Bauvorhaben spürt. Die alten Verteilerkreise, die Hangbebauung in Letmathe und die ehemaligen Gewerbestandorte am Stadtbahnhof – überall trifft man auf Verfüllungen, verwitterte Schiefer und Lösslehmschichten, deren Tragfähigkeit ohne eine präzise Korngrößenanalyse nicht seriös beurteilt werden kann. In Iserlohn arbeiten wir mit einem Verfahren, das die Trockensiebung und die Aräometermethode kombiniert, um das gesamte Kornspektrum vom Grobkies bis zur Tonfraktion zu erfassen. Die Ergebnisse liefern die unverzichtbare Grundlage für die Frostempfindlichkeitsklassifikation nach ZTV E-StB und die Baugrundbeschreibung nach DIN 4022.

Die Kornverteilungskurve ist der Fingerabdruck des Bodens. Sie verrät uns, wie er sich bei Wasserzutritt verhält und ob wir ihn verdichten können.

Unsere Leistungsbereiche

Unser Ansatz

Die pleistozänen Terrassenkiese und die anstehenden Tonsteinverwitterungen im Stadtgebiet Iserlohn bilden einen Kontrast, den eine einfache Fingerprobe nicht auflösen kann. Wir sehen in unserem Labor am häufigsten bindige Gemische mit wechselnden Sand- und Schluffanteilen, deren Plastizität stark vom Verwitterungsgrad des Ausgangsgesteins abhängt. Die Trockensiebung trennt hier den Grobanteil über 0,063 mm, während das Aräometerverfahren nach der Sedimentationsanalyse die Feinstfraktion quantifiziert. Parallel dazu lohnt sich bei stark heterogenen Auffüllungen oft der Plattendruckversuch, um den Verformungsmodul direkt auf der Planumsebene zu messen. Die ermittelte Kornverteilungskurve ist in Iserlohn das zentrale Werkzeug, um die Verdichtbarkeit und die Wasserempfindlichkeit eines Bodens zu bewerten, bevor der Oberbau dimensioniert wird. Die Auswertung erfolgt nach DIN EN ISO 17892-4, ergänzt durch die Bodengruppenansprache gemäß DIN 18196.
Korngrößenanalyse in Iserlohn: Siebung und Hydrometer nach DIN
Technische Referenz — Iserlohn

Lokale Besonderheiten

Die DIN EN ISO 17892-4 und die ergänzende DIN 18196 sind in Iserlohn keine akademische Übung, sondern wirtschaftlicher Selbstschutz. Ein fehlinterpretierter Feinanteil von nur fünf Prozent kann einen Boden in eine andere Frostempfindlichkeitsklasse katapultieren – aus einem F2 wird schnell ein F3, und die geplante Tragschicht unter der Rudolf-Diesel-Straße oder dem Letmather Gewerbegebiet ist plötzlich unterdimensioniert. Wir beobachten das Risiko vor allem dort, wo Auelehm und künstliche Auffüllungen unsortiert nebeneinanderliegen. Ohne eine korrekte Korngrößenanalyse in unserem akkreditierten Labor laufen Bauherren Gefahr, dass sich nach dem ersten strengen Iserlohner Winter Setzungsmulden und Frostschäden einstellen, die weit teurer nachzuarbeiten sind als eine rechtzeitige Prüfung.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: info@geotechnik.biz

Normativer Rahmen

DIN EN ISO 17892-4:2017 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Laborversuche an Bodenproben – Bestimmung der Korngrößenverteilung, DIN 18196 – Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, ZTV E-StB – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN 4022 T1 – Baugrund und Grundwasser – Benennen und Beschreiben von Boden und Fels

Referenzparameter

ParameterTypischer Wert
Prüfnorm SiebungDIN EN ISO 17892-4
Prüfnorm HydrometerDIN EN ISO 17892-4
Sieböffnungen Trockensiebung0.063 mm bis 63 mm
Messbereich Aräometer< 0.063 mm (Feinstkorn)
Benötigte Probenmengeca. 500–2000 g (je nach Größtkorn)
LaborakkreditierungDIN EN ISO/IEC 17025
BodengruppenklassifikationDIN 18196

Häufige Fragen

Wann brauche ich in Iserlohn eine reine Siebung und wann die Hydrometeranalyse?

Bei rolligen Böden mit augenscheinlich geringem Feinkornanteil (< 5 % Siebdurchgang bei 0,063 mm) reicht meist die Siebung. Sobald die Probe bindig wirkt oder Siebdurchgänge über 10 % auftreten, schreiben die ZTV E-StB und die DIN 18196 zwingend die Sedimentationsanalyse mit dem Aräometer vor, um die Frostempfindlichkeitsklasse zuverlässig zu bestimmen.

Wie ist der Ablauf der Probenübergabe in Iserlohn?

Sie bringen die gestörte Probe in einem luftdichten Beutel (ca. 1–2 kg Material) in unser Labor oder wir holen sie auf der Baustelle im Stadtgebiet ab. Wir protokollieren die Entnahmestelle, trocknen das Material schonend und starten den Siebvorgang, sofern der Anteil an Grobkorn dies zulässt.

Was kostet eine Korngrößenanalyse mit Siebung und Hydrometer?

Für die kombinierte Analyse (Siebung plus Aräometerverfahren) liegen die Kosten in der Regel zwischen €110 und €150, abhängig vom Aufbereitungsaufwand und davon, ob organische Bestandteile vorab entfernt werden müssen.

Welche Normen wendet das Labor für die Korngrößenanalyse an?

Wir arbeiten nach DIN EN ISO 17892-4 für die Bestimmung der Kornverteilung und klassifizieren den Boden anschließend nach DIN 18196. Für den Straßenbau ergänzen wir die Einstufung um die Frostempfindlichkeitsklassen der ZTV E-StB.

Reicht die Korngrößenanalyse allein, um die Tragfähigkeit des Bodens zu beurteilen?

Nein. Die Korngrößenanalyse liefert die Kornverteilung und die Basisklassifikation, aber für den Verdichtungsgrad oder die Tragfähigkeit brauchen Sie zusätzlich einen Plattendruckversuch oder einen Proctorversuch. Wir kombinieren die Verfahren je nach Anforderung des Erd- und Straßenbaus in Iserlohn.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Iserlohn und Umgebung. Mehr Info.

Größere Karte ansehen