Im Sommer 2023 standen wir auf einer Baustelle am Rande des Iserlohner Kalksteinmassivs, nahe der Dechenhöhle. Der Aushub zeigte einen stark verwitterten Tonstein, der sich je nach Wasserzutritt völlig unterschiedlich verhielt – morgens bröckelig, nach einem Regenschauer schmierig und knetbar. Genau hier entscheiden die Atterberg-Grenzen darüber, ob der Boden als Baugrund taugt oder ein kostenintensiver Austausch nötig wird. In Iserlohn mit seinen rund 92.000 Einwohnern und der bewegten Topografie zwischen Lennetal und Sauerland finden wir immer wieder solche Übergangsböden: residuale Lehme über Massenkalk, verwitterte Tonschiefer oder quartäre Beckenfüllungen. Deren Plastizität und Konsistenz lassen sich nicht nach Augenschein beurteilen – es braucht die normierte Bestimmung im Labor. Unser Team führt die Atterberg-Versuche nach DIN EN ISO 17892-12 durch, ergänzt durch eine Korngrößenanalyse zur vollständigen bodenmechanischen Klassifikation, und liefert Ihnen innerhalb weniger Werktage die Kennwerte, die Sie für Standsicherheitsnachweise und Erdbau brauchen.
Die Fließgrenze allein sagt wenig – erst die Plastizitätszahl im Kontext der Kornverteilung ergibt ein belastbares Bild des Verformungsverhaltens.



