Die industrielle Entwicklung Iserlohns, von der Draht- und Nadelproduktion bis zur heutigen Metallverarbeitung, hat eine heterogene Stadtgeologie hinterlassen. In der Innenstadt wechseln sich gewachsene Massenkalke der oberdevonischen Riffzone mit jahrhundertealten Aufschüttungen ab, während die Hanglagen in Letmathe oder Oestrich von Ton- und Schluffsteinschichten geprägt sind. Eine bodenmechanische Untersuchung muss hier die Restfestigkeit des Felsverbandes ebenso erfassen wie die Setzungscharakteristik der urbanen Auffüllungen. Unser Labor in der Region kombiniert Korngrößenanalyse mit felsmechanischen Kennwerten, weil der Übergang vom Lockergestein zum Festgestein in Iserlohn oft schon zwei Meter unter GOK einsetzt und die Tragfähigkeit sprunghaft ändert.
Im Iserlohner Massenkalk entscheidet die Klüftigkeit des Felses über die Gründungstiefe – ein Parameter, den nur die direkte Erkundung liefert.










